Philosophie Archives

Du bist wertvoll

Ein wohlbekannter Sprecher startete sein Seminar, indem er einen Scheck von 40 EURO hoch hielt. In dem Raum saßen insgesamt 200 Leute.

Er fragte: “Wer möchte diesen Scheck haben?”

Alle Hände gingen hoch.

Er sagte: “Ich werde diesen 40 EURO Scheck einem von Euch geben, aber zuerst lasst mich eins tun.”

Er zerknitterte den Scheck.

Dann fragte er: “Möchte ihn immer noch einer haben?”

Die Hände waren immer noch alle oben.

Also erwiderte er: “Was ist, wenn ich das tue?”

Er warf ihn auf den Boden und rieb den Scheck mit seinen Schuhen am dreckigen Untergrund.

Er hob ihn auf, den Scheck; er war zerknittert und völlig dreckig.

“Nun, wer möchte ihn jetzt noch haben?”

Es waren immer noch alle Arme in der Luft.

Dann sagte er:

“Liebe Freunde, wir haben soeben eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Geld geschah: Ihr wolltet es haben, weil es nie an seinem Wert verloren hat. Es war immer noch und stets 40 EURO wert.

Es passiert oft in unserem Leben, dass wir abgestoßen, zu Boden geworfen, zerknittert, und in den Dreck geschmissen werden. Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben.

Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären. Aber egal was passiert ist oder was passieren wird, DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, DU bist immer noch unbezahlbar für all jene, die dich über alles lieben.

Der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, oder wie wir aussehen … sondern dadurch wer Du bist. Du bist was Besonderes und wertvoll – Vergiss das NIEMALS! Und denk daran: Einfache Leute haben die Arche gebaut – Fachmänner die Titanic.”

Der Adler

Es war einmal ein Mann, der in den Wald ging, um sich einen Vogel zu fangen. Er kam mit einem jungen Adler zurück, den er dann zu seinen Hühnern in den Hühnerhof sperrte. Er gab ihm Hühnerfutter zu fressen, obwohl er ein Adler war, der König der Vögel.

Nach einigen Jahren kam ein Naturforscher zu Besuch. Er erblickte den Adler und rief aus: „Aber das ist doch kein Huhn dort, das ist ein Adler!“

„Stimmt.“, sagte der Mann, „Aber ich habe ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn, auch wenn seine Flügelspanne von drei Metern hat.

„Oh nein“, sprach da der Forscher. „Er ist noch immer ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers. Und das wird ihn hoch hinausfliegen lassen in die Lüfte.“

Der Mann aber schüttelte den Kopf: „Nein, er ist jetzt ein richtiges Huhn und wird niemals fliegen.“

Die beiden Männer beschlossen, es auszuprobieren. Der Forscher ließ den Adler auf seinen Arm springen und sagte zu ihm: „Du, der du ein Adler bist, der du in den Himmel gehörst und nicht auf die Erde: breite deine Schwingen aus und fliege!“

Der Adler saß auf dem gestreckten Arm des Forschers und blickte um sich. Hinter sich sah er die Hühner nach ihren Körnern picken und sprang zu ihnen hinunter.

Der Mann lachte und sagte: „Wie ich es sagte: er ist jetzt ein Huhn.“

„Nein“, sagte der andere, „er ist ein Adler. Versuche es morgen noch einmal.“

Am nächsten Tag stieg er mit dem Adler auf das Dach des Hauses, hob ihn empor und sagte: „Adler, der du ein Adler bist, breite deine Schwingen aus und fliege!“ Aber als der Adler wieder die scharrenden Hühner im Hofe erblickte, sprang er abermals zu ihnen hinunter und scharrte mit ihnen.

Da sagte der Mann wieder: „Ich habe dir gesagt, er ist ein Huhn.“

Doch der Forscher schüttelte den Kopf und sagte: „Nein, er ist ein Adler und er hat noch immer das Herz eines Adlers. Lass’ es uns noch ein einziges Mal versuchen; morgen werde ich ihn fliegen lassen.“

Am nächsten Morgen stand der Forscher früh auf, nahm den Adler und brachte ihn hinaus aus der Stadt, weit weg von den Häusern an den Fuß eines hohen Berges. Die Sonne ging gerade auf und vergoldete den Gipfel des Berges. Jede Zinne erstrahlte in der Freude eines wundervollen Morgens. Er ließ den Adler wieder auf seinem Arm sitzen und hob den Arm hoch: „Du bist ein Adler. Du gehörst dem Himmel und auf die Erde. Breite deine Schwingen aus und fliege!“

Der Adler blickte umher und zitterte, als erfülle ihn neues Leben, aber er flog nicht.

Da ließ ihn der naturkundige Mann direkt in die Sonne schauen. Und plötzlich breitete der Vogel seine gewaltigen Flügel aus, erhob sich mit dem Schrei eines Adlers, flog höher und kehrte nie wieder zurück.

Er war ein Adler, obwohl er wie ein Huhn aufgezogen und gezähmt worden war!

(Hinweis: Diese Geschichte stammt aus Afrika und sie endet im Orignal mit folgendem Aufruf: „Völker Afrikas! Wir sind geschaffen nach dem Ebenbilde Gottes, aber Menschen haben uns gelehrt, wie Hühner zu denken, und noch denken wir, wir seien wirklich Hühner obwohl wir Adler sind. Breitet eure Schwingen aus und fliegt! Und seid niemals zufrieden mit den hingeworfenen Körnern.“)

Geschichte: James Aggrey, leicht geändert

Wer Hass verspürt, kann nicht frei sein

Nelson Mandela

Nelson Mandela Freiheitskämpfer, Nobelpreisträger und erster schwarzer Staatspräsident von Südafrika ist am 5.2.13 im Alter von 95 Jahren gestorben. 

Eine Lehre von Mandelas Leben lautet: „Auch der Hass lässt sich überwinden“. 27 Jahre land war Nelson Mandela eingekerkert, weil  er gegen Rassismus kämpfte. Als er frei kam hegte er keine Rachegefühle, sondern setzte sich mit den Politiker an einen Tisch und  warb für die Versöhnung und Gewaltfreiheit.

Kurz nach der Freilassung aus der Haft im Februar 1990 prägte er die Worte „Wer Hass verspürt kann nicht frei sein.“

Nelson Mandela verkörpert die Werte – Freiheit, Gleichheit, Sicherheit und Würde.

Die 12 Botschaften von Nelson Mandela

1. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu
nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.

2. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.

3. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu zeigen.

4. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.

5. Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen
Menschen die Erlaubnis dasselbe zu tun.

6. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.

7. Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefste Angst
ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.

8. Auch mit einer Umarmung kann man einen politischen Gegner bewegungsunfähig machen.

9. Die Güte des Menschen ist eine Flamme, die zwar versteckt, aber nicht ausgelöscht werden kann.

10. Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen
und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben,
denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.

11. Um die Veränderung in sich selbst zu erkennen, gibt es nichts Besseres,
als an einen unveränderten Ort zurückzukehren.

12. Niemand gelangt im Alleingang zum Erfolg.

 

 

 

 

 

 

 

Die Parabel der Trapeze

Von der Furcht vor der Verwandlung zur Verwandlung der Furcht.

Manchmal denke ich, mein Leben sei eine Serie von Trapezschwüngen. Entweder hänge ich an einem Trapezbalken, der vor sich hinschwingt, oder, einige Augenblicke meines Lebens lang, schleudere ich durch den Raum zwischen zwei Trapezen.

Die meiste Zeit meines Lebens verbringe ich damit, mich an meiner Trapezstange-des-jeweiligen-Augenblicks festzuklammern, als ginge es um mein Leben. Sie schwingt mich in einem bestimmten festen Rhythmus hin und her, und das gibt mir das Gefühl, mein Leben unter Kontrolle zu haben. Ich kenne die meisten richtigen Fragen und sogar einige Antworten.

Aber hin und wieder, wenn ich glücklich (oder nicht ganz so glücklich) vor mich hin schwinge, schaue ich ein Stück vor mich und was sehe ich? Read the rest of this entry

Der Kreislauf

Was ich denke,

das erschaffe ich.

Was ich erschaffe, das werde ich.

Was ich werde,

das bringe ich zum Ausdruck.

Was ich zum Ausdruck bringe,

das erfahre ich.

Was ich erfahre,

das bin ich.

Was ich bin,

das denke ich…

 

… der Kreislauf ist vollendet!

 

oder auch so:

 

Ich bin. was ich erlebe.

Ich erlebe, was ich denke.

Ich denke, was ich fühle.

Ich fühle, was ich glaube.

Ich glaube, was ich will.

Ich will, was ich liebe.

Ich liebe, was ich bin

 

 

Die Liebe und der Wahnsinn – eine Geschichte

Es wird erzählt, dass alle Gefühle und Qualitäten der Menschen ein Treffen hatten. Als die Langeweile zum dritten Mal gähnte, schlug der Wahnsinn, wie immer sehr gewitzt vor: „Lasst uns Verstecken spielen!“

Die Intrige hob die Augenbraue, und die Neugierde konnte sich nicht mehr zurückhalten und fragte: „Verstecken? Was ist das?“

„Das ist ein Spiel“, sagte der Wahnsinn. „Ich verstecke mein Gesicht und fange an zu zählen, von eins bis eine Million. Inzwischen versteckt ihr euch. Wenn ich das Zählen beendet habe, wird der erste von euch, den ich finde meinen Platz einnehmen um das Spiel danach fortzusetzen“.

Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude. Die Freude machte so viele Sprünge, dass sie den letzten Schritt tat um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst keine Interessen hatte, machte mit. Read the rest of this entry

Die Gedanken

Denken ist eine kreative Schwingung. Die Qualität der Zustände und Bedingungen die sie erzeugt, hängt von der Qualität unserer Gedanken ab – denn wir können keine Kräfte zum Ausdruck bringen, die wir nicht besitzen.

Wir müssen erst „sein“, bevor wir etwas tun können. Was wir tun, wird also notwendigerweise mit dem Zusammenfallen, was wir sind, und das hängt davon ab, was wir „denken“.

(Charles F. Haanel)

 

Die Ursache hat ihren Beginn im Gedanken. Was der Mensch denkt, das lebt er.

Wir sind was wir denken – haben, was wir denken – erleben, was wir denken.

Eine kurze Geschichte des Abendmahls

Entwicklung

Die Geschichte des Abendmahls ist spannend – auch das Streiten darüber, wie es verstanden werden kann, gehört dazu.

 Das Abendmahl als Abendessen, zu dem alle etwas mitbringen und alle satt werden – gab es so etwas wirklich? Read the rest of this entry

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